Kurz gesagt
Das Double-Opt-in ist eine Anmeldung in zwei Schritten: Die Person trägt ihre E-Mail-Adresse ins Formular ein und bestätigt dann per Klick in der E-Mail, die sie erhält. Kein Gesetz schreibt es ausdrücklich vor, aber in Deutschland und Österreich ist es der Standard: Du musst die Einwilligung beweisen können, und das Double-Opt-in ist der anerkannte Weg dazu. Nebenbei hält es deine Liste frei von Tippfehlern und falschen Anmeldungen.
So funktioniert es
- Die Person füllt das Anmeldeformular auf deiner Website, auf Instagram oder an der Kasse aus.
- Sie bekommt sofort eine E-Mail mit einem Bestätigungsbutton.
- Erst mit dem Klick ist sie angemeldet und erhält deine erste Willkommens-E-Mail.
- Die Plattform speichert Datum und Uhrzeit von Anmeldung und Bestätigung: Das ist dein Nachweis.
Beim einfachen Opt-in dagegen ist die Person angemeldet, sobald sie das Formular abschickt, auch wenn sie sich vertippt hat oder jemand anderes ihre Adresse eingetragen hat.
Ist es Pflicht?
Ausdrücklich vorgeschrieben ist es nicht. Aber nach § 7 UWG brauchst du für E-Mail-Werbung eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, und die DSGVO (Art. 7) verlangt, dass du sie nachweisen kannst. Im Streitfall liegt die Beweislast bei dir. Beim einfachen Opt-in kannst du nicht ausschließen, dass jemand eine fremde Adresse eingetragen hat; mit der Bestätigung per E-Mail schon. Deshalb gilt das Double-Opt-in in der Rechtsprechung als der anerkannte Weg, und ohne es riskierst du Abmahnungen.
In Österreich und der Schweiz ist es ebenfalls üblich und dringend empfohlen. Außerhalb des deutschsprachigen Raums ist es meist freiwillig, aber auch dort der stärkste Nachweis.
Vorteile und Nachteile
- Nachweis der Einwilligung: Datum, Uhrzeit und Bestätigung aus dem Postfach der Person.
- Sauberere Liste: keine vertippten Adressen und keine Spamfallen.
- Weniger Spam-Beschwerden: Wer bestätigt hat, erinnert sich an dich.
- Schutz vor Missbrauch: Niemand kann andere ohne ihr Wissen anmelden.
Der Nachteil: Ein Teil der Leute bestätigt nicht, und die Liste wächst etwas langsamer. Aber wer nicht bestätigt, hätte deine E-Mails selten geöffnet.
Was in die Bestätigungs-E-Mail gehört
- Klarer Betreff: „Bitte bestätige deine Anmeldung bei [Name des Unternehmens]“.
- Ein einziger, großer Button, zum Beispiel „Ja, ich möchte den Newsletter“.
- Keine Werbung: Die Bestätigungs-E-Mail dient nur der Bestätigung. Enthält sie Werbung, kann sie selbst als unerlaubte Werbung gelten.
- Ein erkennbarer Absender, derselbe wie bei deinen Newslettern.
- Impressumsangaben oder ein Link darauf.
- Ein Satz für alle, die sich nicht angemeldet haben: „Falls du das nicht warst, ignoriere diese E-Mail einfach.“
Zeig nach dem Absenden des Formulars eine Seite, die bittet, das Postfach zu prüfen, auch den Spam-Ordner und den Tab „Werbung“.
Double-Opt-in bei Spedito
Bei Spedito aktivierst du es für alle neuen Formulare unter Einstellungen › Datenschutz oder für jedes Formular einzeln. Die Bestätigungs-E-Mail geht in der Sprache der Person raus, und die Bestätigung wird im Kontaktprofil mit Quelle, Datum und Uhrzeit gespeichert.
Gegen Missbrauch schicken wir derselben Person höchstens eine Bestätigung alle zehn Minuten und höchstens drei am Tag. Der Rest steht unter Formulare und Anmeldeseiten.
Häufige Fragen
Gilt das Double-Opt-in auch für importierte Kontakte?
Nein, es betrifft Anmeldungen über ein Formular. Für Importe gilt die übliche Regel: Lade nur Personen hoch, die eingewilligt haben, und bewahre die Herkunft der Liste und die Nachweise auf.
Wie viele Menschen bestätigen nicht?
Das hängt vom Publikum ab und davon, wie klar die Seite nach der Anmeldung ist. Damit weniger verloren gehen: Bestätigung sofort schicken, klarer Betreff, und die Leute bitten, auch im Spam nachzusehen.
Darf die Bestätigungs-E-Mail einen Rabattcode enthalten?
Besser nicht: Sie sollte nur der Bestätigung dienen, sonst kann sie selbst als Werbung gelten. Den Rabatt packst du in die erste Willkommens-E-Mail nach der Bestätigung.
Was muss ich als Nachweis speichern?
Datum und Uhrzeit von Anmeldung und Bestätigung, die Quelle (welches Formular) und den Wortlaut der Einwilligung. Bei Spedito wird alles automatisch gespeichert.